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Tagung: Wozu das Leid? Wozu das Böse? Wozu die Theodizee?

Wozu das Leid? Wozu das Böse? Wozu die Theodizee? 
Zur Konjunktur einer Denkfigur

Donnerstag, 12. November 2015, 14 Uhr bis Samstag, 14. November 2015, 12 Uhr. 

Programm

Problemhintergrund und allgemeine Zielsetzung

    Die Frage nach der Rechtfertigung Gottes angesichts von Leid und Bösem in der Welt begleitet theologisches Denken seit seinen Anfängen. Wird sie gestellt, so reagiert die Theologie im Normalfall mit einem Abwehrreflex und sucht nach Antworten und Lösungen. Nüchtern betrachtet läuft diese Reiz-Reaktions-Choreographie ohne größere Konsequenzen ab: weder ist es den religionskritischen Anfragen gelungen, die Theologie nachhaltig zu destabilisieren, noch hat die Theologie eine Antwort formulieren können, welche die Opponenten zum Schweigen gebracht hat.

    Diese Aporien kamen in jüngster Zeit anlässlich eines Interviews zum Vorschein, das der britische Komiker Stephen Fry der irischen Talkshow „The Meaning of Life“ gab. „Bone cancer in children: what’s that all about?“ – so Frys wütende Reaktion auf die Frage, was er Gott sagen wolle, träfe er Ihn an der Paradiespforte. Fry ist bekennender Atheist; seine Frage nach einer Rechtfertigung für das Leiden erwartet keine Antwort. Dass sie gestellt wird, dokumentiert jedoch, dass das Theodizee-Problem auch in einem postreligiösen Kontext nichts von seiner Dringlichkeit verliert. Bemerkenswert an dem Interview sind weniger die seit der Aufklärung bekannten Theodizee-Vorwürfe an einen „absolut bösen, launischen und monströsen“ Gott und dessen schlechte Schöpfung als die enorme öffentliche Aufmerksamkeit, die es erregte. Bereits vor der TV-Ausstrahlung wurde ein auf YouTube veröffentlichter Clip über zwei Millionen Mal angeklickt und erhielt weit über 3.000 Kommentare.

    Was macht die Theodizee in der Gegenwart zu einem derartig brennenden Thema? Stephen Fry selbst äußerte sich in einem weiteren Interview erstaunt über die gewaltige Resonanz; schließlich habe er – so Fry – nur Dinge gesagt, die bereits seit der Antike diskutiert werden. Doch das Fry-Interview ist keineswegs ein Einzelfall, sondern symptomatisch für ein gegenwärtiges Interesse an Theodizee-Fragen nicht nur unter Theologen und Philosophen, sondern ebenso in Kultur und Medien – oft außerhalb explizit religiöser Kontexte. Wie ist die anhaltende Konjunktur des Theodizee-Themas in diesem Umfeld zu erklären? Warum wird das Theodizee-Projekt trotz seiner aporetischen Struktur mit einer derartigen Hartnäckigkeit immer wieder aufgegriffen?

    Um zu einer Anreicherung und Vertiefung der aktuell oft oberflächlich geführten und repetitiven Theodizee-Diskussion beizutragen, wendet die Tagung den Blick von den klassischen Fragen „Wozu das Leid?“ und „Wozu das Böse?“ auf die Meta-Frage „Wozu die Theodizee?“ Die Tagung bringt Beiträge aus den eher klassischen Theodizee-Disziplinen Theologie und Religionsphilosophie mit literatur- und kulturwissenschaftlichen Analysen in einen interdisziplinären Dialog, der um den praktisch-seelsorgerlichen Blickwinkel von Schmerztherapie und Trauma-Studien ergänzt wird. Ziel ist eine dichte und multiperspektivische Untersuchung der Verwendung von Theodizee-Mustern, die über den engeren Themenbereich hinaus neue Aufschlüsse über Phänomene und Funktionen religiösen Wandels in Moderne und Gegenwart verspricht.

Tagung: Die Rede vom Christus als Glaubensaussage

Vom 19.-21. März 2015 fand in Leipzig die internationale und interdisziplinäre Fachtagung zum Zweiten Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses "Die Rede vom Christus als Glaubensaussage zwischen Bibelwissenschaft und Dogmatik" statt.

Tagung: Reformation - Religion - Politik - Toleranz

Reformation – Religion – Politik – Toleranz“

 

Tagung am 1. November 2013 in Leipzig
aus Anlaß der der Themenjahre „Reformation und Toleranz“ (2013) und
„Reformation und Politik“ (2014) der Lutherdekade

Veranstalter:

Prof. Dr. Rochus Leonhardt (Universität Leipzig, Theologische Fakultät)

Prof. Dr. Gert Pickel (Universität Leipzig, Theologische Fakultät)

Veranstaltungsplan

bis 13:00 Uhr: Anreise/Begrüßungskaffee

13:30 Uhr: Begrüßung 

OKR KARL LUDWIG IHMELS (Evangelisch-lutherische Landeskirche Sachsens)

TORSTEN BONEW (Finanzbürgermeister der Stadt Leipzig)

14:00-15:00 Uhr: Block I (Religion und Politik)

14:00-14:40 Uhr: Religion und Politik in sozialwissenschaftlicher Perspektive

Prof. Dr. DETLEF POLLACK (Münster)

14:40-15:00 Uhr: Diskussion

Moderation: Prof. Dr. ROCHUS LEONHARDT (Leipzig)

15:00-15:30 Uhr: Pause

15:30-17:30 Uhr: Block II (Religion und Toleranz)

15:30-16:10 Uhr: Religiöse Toleranz im Reformationsjahrhundert

Prof. Dr. WOLF-FRIEDRICH SCHÄUFELE (Marburg)

16:10-16:30 Uhr: Diskussion

Moderation: Prof. Dr. GERT PICKEL (Leipzig)

16:30-17:10 Uhr: Religion und Toleranz aus systematisch-theologischer Perspektive

Prof. Dr. ROCHUS LEONHARDT (Leipzig)

17:10-17:30 Uhr: Diskussion

Moderation: Prof. Dr. GERT PICKEL (Leipzig)

17:30-18:15 Uhr: Pause/Imbiß

18:15-20:00 Uhr: Block III (Politik und Toleranz)

Podiumsdiskussion, eingeleitet durch drei Statements von je 10 min.

18:15-18:25 Uhr: Statement I

Dr. THOMAS FEIST (CDU)

18:25-18:35 Uhr: Statement II

BODO RAMELOW (Die Linke)

18:35-18:45 Uhr: Statement III

Dr. STEFAN RUPPERT (FDP)

18:45-20:00 Uhr: Podiumsdiskussion unter Einbeziehung des Auditoriums

Moderation: Prof. Dr. ROCHUS LEONHARDT (Leipzig)

20:30 Uhr: Abendessen im Bayrischen Bahnhof

Symposion zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Matthias G. Petzoldt

Das Institut für Systematische Theologie der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig lädt herzlich ein zum Symposion zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Matthias G. Petzoldt. Es steht unter dem Thema "Religionsloses Ostdeutschland? Herausforderungen für Theologie und Kirche" und findet am 25.-26.10.2013 in der Theologischen Fakultät (Martin-Luther-Ring 3, 04109 Leipzig) statt.

Freitag 25.10.2013

13:00 Uhr
Eröffnung

13:30 Uhr
Religionslosigkeit — gibt es das überhaupt? Eine Kontroverse.
Prof. Dr. Christian Danz / Prof. Dr. Wolf Krötke

15:30 Uhr
Pause

16:00 Uhr
Religiös oder religionslos? Eine Spurensuche.

17:30 Uhr
Religionslosigkeit in Deutschland.
Erkenntnisse aus den Mitgliegschaftsuntersuchungen der EKD.
Vizepräsident Dr. Thies Gundlach

19:00 Uhr
Empfang in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften
(Karl-‐Tauchnitz-Straße 1, Leipzig)

Samstag 26.10.2013

09:00 Uhr
Sind Ostdeutsche religionslos?
Empirischer Stand und Perspektiven der Entwicklung.
Prof. Dr. Gert Pickel

10:30 Uhr
„Religionslosigkeit“ als Herausforderung für die Systematische Theologie.
Prof. Dr. Rochus Leonhardt

12:00 Uhr
Mittagspause

13:30 Uhr
Religion und Religionslosigkeit in der Diskussion

15:00 Uhr
Pause

15:30 Uhr
Podiumsdiskussion: Religionslosigkeit als Herausforderung für die Kirche.
OLKR Dr. Peter Meis
Bischof i.R. Prof. Dr. Christoph Kähler
Dr. Reinhard Hempelmann
Dr. Wolf‐‐Jürgen Grabner

16:30 Uhr
Schlusswort
Prof. Dr. Matthias G. Petzoldt

17:00 Uhr
Ende des Symposions

Theorien der Freiheit. Interdisziplinäre Perspektiven

Theorien der Freiheit. Interdisziplinäre Perspektiven (11. bis 13. Juli 2013)

Tagung im Rahmen des Forschungsprojekts "Freiheit im Konflikt" der Fachgruppe Systematische Theologie der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie

Organisation:

  • Prof. Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt (Tübingen)

  • Prof. Dr. Rochus Leonhardt (Leipzig)

  • Prof. Dr. Heiko Schulz (Frankfurt am Main)

Für jeden Menschen, der sich selbst und seinesgleichen als Subjekt eigenverantworteter Handlungen wahrnimmt, ist die Tatsache der Freiheit eine lebensweltliche Selbstverständlichkeit. Der zwischenmenschliche Umgang lebt daher stets von der Annahme, daß Handlungen nicht einfach nur Ereignisse sind, sondern daß die Handlungssubjekte wirklich Urheber ihrer Handlungen sind, die ihnen daher auch zugerechnet und für die sie verantwortlich gemacht werden können.

Allerdings war immer auch das Bewußtsein dafür lebendig, daß neben der lebensweltlich selbstverständlichen Voraussetzung einer Freiheitlichkeit menschlichen Handelns eine andere Perspektive steht, durch die insbesondere der Aspekt der Zurechenbarkeit problematisiert wird. Diese Sicht hebt die Begrenztheit unserer Freiheit hervor: Alle Menschen sind in ihrem Handeln bestimmten äußeren Rahmenbedingungen unterworfen, und sie sind dabei immer abhängig von charakterlichen Dispositionen, die ihrerseits das Ergebnis von Prägungen sind, die von den Akteuren nicht selbst gewählt worden waren.

Damit sind zwei wesentliche Aspekte skizziert, die für das Nachdenken über Freiheit von jeher eine entscheidende Rolle gespielt haben. Es ist das Ziel der interdisziplinär angelegten Leipziger Tagung, diese und andere freiheitstheoretisch relevante Gesichtspunkte aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und zu diskutieren. In den insgesamt acht Vorträgen werden Positionen und Problemzusammenhänge von der Spätantike bis zur Gegenwart behandelt.

Tagungsablauf

Do, 11. Juli 2013

Geisteswissenschaftliches Zentrum der Universität Leipzig
Beethovenstraße 15, 04107 Leipzig

bis ca. 16:00 Uhr

Anreise

ab ca. 16:30 Uhr

Begrüßungskaffee
(Geisteswissenschaftliches Zentrum der Universität Leipzig, Foyer)

17:00 Uhr

offizieller Beginn: Begrüßung, Einführung in Thema und Tagungsverlauf

(Geisteswissenschaftliches Zentrum der Universität Leipzig, Hörsaal)

17:15-18:30 Uhr

Kafka. Freiheit und Fremdheit
(Prof. Dr. Dirk Oschmann, Leipzig)

anschl.

kleiner Empfang mit Gelegenheit zum Kennenlernen
(Geisteswissenschaftliches Zentrum der Universität Leipzig, Foyer)

Fr, 12. Juli 2013

Universitätsbibliothek Leipzig (Bibliotheca Albertina)
Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig
Vortragsraum

09:00-10:15 Uhr

Das komplexe Verhältnis zwischen Willensfreiheit und Gnade bei Augustinus – ein Lösungsversuch
(PD Dr. Friedemann Drews, Rostock)

10:30-11:45 Uhr

‚Nur wer Freiheit gekostet hat …‘. Schelling über Freiheit
(Dr. Christian Brouwer, Wuppertal)

11:45-13:00 Uhr

Einige Hintergrundannahmen der gegenwärtigen Willensfreiheitsdebatte
(Prof. Dr. Ansgar Beckermann, Bielefeld)

anschl.

Mittagspause

14:30-15:45 Uhr

Überlegungen zur Freiheit als systembildendes Prinzip des Strafrechts
(Prof. Dr. Michael Kahlo, Leipzig)

16:00-17:15 Uhr

Hegels Begriff des Rechts als Dasein des freien Willens
(Dr. Benno Zabel, Leipzig)

ab 19:30 Uhr

Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen im Leipziger Ratskeller (Lotterstraße 1, 04109 Leipzig)

Samstag 13. Juli 2013

Universitätsbibliothek Leipzig (Bibliotheca Albertina)
Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig Vortragsraum

09:00-10:15 Uhr

Luthers Freiheitsbegriff als Beitrag zur heutigen Theoriedebatte?
(PD Dr. Gesche Linde, Frankfurt am Main)

10:30-11:45 Uhr

Freiheit und Abhängigkeit – die ‚theologische Meisterfrage‘. Überlegungen zum Verständnis der christlichen Freiheit im Anschluß an Albrecht B. Ritschl
(PD Dr. Matthias Neugebauer, Zürich)

11:45-13:00 Uhr

Abschlußdiskussion/Ende der Tagung

 

Anmeldungen und weitere Informationen bei

Frau Marina Täschner

Universität Leipzig - Theologische Fakultät
Institut für Systematische Theologie

Martin-Luther-Ring 3
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-35450
Telefax: +49 341 97-35495

E-Mail: taeschner(at)theologie.uni-leipzig.de

letzte Änderung: 05.07.2016

Kontakt

Institut für Systematische Theologie
Martin-Luther-Ring 3
04109 Leipzig
Deutschland

Telefon: +49 341 97-35450
Telefax: +49 341 97-35495
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