Prof. em. Dr. Gunda Schneider

Prof. Dr. Gunda Schneider

Martin-Luther-Ring 3
04109 Leipzig

Tel.: 0341/9735450 (Sekretariat)

E-Mail: dr.gunda.schneider(at)t-online.de

Curriculum vitae

  • Studium der evangelischen Theologie, klassischen Philologie, Philosophie und Psychologie in Bonn, Heidelberg und Tübingen
  • 1969 Promotion in Tübingen
  • 1983 Habilitation in Tübingen
  • 1988 Ordination zur Pfarrerin der Württembergischen Landeskirche
  • 1990 Professorin für Systematische Theologie/Dogmatik in Heidelberg 
  • 1996 Professorin für Systematische Theologie (Dogmatik/Ethik) in Jena
  • Vom Sommersemester 1999 an der Universität Leipzig

Mitgliedschaften und Funktionen

  • Beirat des Theologischen Studienseminars der VELKD in Pullach
  • Ökumenisch-Theologischer Arbeitskreis (Ost)
  • Wissenschaftliche Gesellschaft für Theologie

Publikationen

Bücher:

  • Die politische Theologie Emanuel Hirschs 1918-1933, Bern/Frankfurt a.M. 1971.
  • Die Identität des Sünders. Eine Auseinandersetzung theologischer Anthropologie mit dem Konzept der psychosozialen Identität Erik H. Eriksons, Göttingen 1985.
  • Selbstverwirklichung und christliche Freiheit. Teinacher Gespräche Bd. 5, Stuttgart/Bonn 1990.
  • Glaubenserfahrung in den Psalmen. Leben in der Geschichte mit Gott, Göttingen 1998.
  • Leben ist kostbar. Wider die Tyrannei des gelingenden Lebens, Göttingen (2002), 3. Auflage 2008.
  • Grundkurs Dogmatik. Nachdenken über Gottes Geschichte, Göttingen (2004), 2. Auflage 2008 (UTB 2564).
  • Alter – Schicksal oder Gnade? Theologische Überlegungen zum demographischen Wandel und zum Alter(n), Göttingen 2008.
  • Dogmatik erzählen? Die Bedeutung des Erzählens für eine biblisch orientierte Dogmatik, Neukirchen-Vluyn 2005 (zus. mit D. Hiller); darin: Dogmatik erzählen? Ein Plädoyer für biblische Theologie; Die vielen Geschichten der biblischen Tradition und die eine Geschichte Gottes. Zur Frage nach Einheit und Mitte der Schrift; Der Mensch - eine Geschichte. 
  • Glaube in einer säkularen Welt. Ausgewählte Aufsätze, Leipzig 2006.
  • Alter – Schicksal oder Gnade? Theologische Überlegungen zum demographischen Wandel und zum Alter(n), Göttingen 22010.
  • Realismus der Barmherzigkeit. Über den christlichen Glauben, Stuttgart 2012.Wenig niedriger als Gott? Biblische Lehre vom Menschen. Theologie für die Gemeinde, Leipzig 2013
  • Wenig niedriger als Gott? Biblische Lehre vom Menschen (Theologie für die Gemeinde, I/2), Leipzig 2013
  • Kinder können fliegen. Leben mit Kindern – Im Gespräch mit Janusz Korczak, Frankfurt am Main/Bern/Bruxelles/New York/Oxford/Warszawa/Wien 2015.

Aufsätze/Lexikonartikel:

  • Rechtfertigung und Persönlichkeit, in: GuL 7/1992, 37-50.
  • Gewißheit und Skepsis. Überlegungen im Anschluß an den exemplarischen Streit zwischen Luther und Erasmus, in: TheolBeitr 24/1993, 293-304.
  • Frauensünde? Überlegungen zu Geschlechterdifferenz und Sünde, in: ZThK 91/1994, 299-317.
  • Wissen und Glauben aus theologischer Sicht, in: H. Hofmeister (Hg.), Braucht Wissen Glauben? Erste Heidelberger Religionsphilosophische Disputation, Neukirchen-Vluyn 1994, 24-30.
  • Widerspruch und Klage, in: Brennpunkt Gemeinde 1/1995, 3-7.
  • Art.: Sünde, dogmatisch, in: EKL3 Bd. 4, 567-573.
  • Reformatorische Schriftauslegung in ihrer Bedeutung für Lehre und Leben unserer Kirche, in: PastTheol 84/1995, 97-113.
  • Fratzen der Sünde, in: EK 4/1995, 206-210.
  • Was heißt: Menschenwürdig sterben?, in: A. Götzelmann / V. Herrmann / J. Stein (Hg.), Diakonie der Versöhnung. FS für Theodor Strohm, Stuttgart 1998, 365-374.
  • Glaube in einer säkularen Welt, in: NZSTh 40/1998, 80-90.
  • Wozu brauchen wir Theologie? XI. Konsultation "Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie" Leipzig 1997, in: Texte aus der VELKD 80/1998, 69-72.
  • Das Kreuz mit dem Selbst. Christologie und Erfahrung in feministisch-theologischen Entwürfen, in: ZThK 95/1998, 499-516.
  • Gott in der Zeit, in: ZThK 97/2000, 343-361.
  • Kirche auf dem Weg ins dritte Jahrtausend, in: TheolBeitr 32/2001, 42-56.
  • Erlösung aus christlicher Sicht, in: Kirche weltweit 2/02, 6f.
  • Kirche und Theologie im Osten Deutschlands aus evangelischer Sicht, in: BThZ 20/2003, 111-126.
  • Der Mensch in Gottes Geschichte. Die Psalmen als Anleitung zu konkreter Theologie, in: Ordensnachrichten 42/2003, 20-34.
  • Dogmatik erzählen. Ein Plädoyer für biblische Theologie, in: NZSTh 45/2003, 137-148.
  • Leben ist kostbar, in: EuK-Informationen 3/2003 (Beilage).
  • Wie stellen sich Grenzsituationen in der Medizin aus theologischer Sicht dar?, in: O. Riha (Hg.), Ethische Probleme im ärztlichen Alltag III (Schriftenreihe des Instituts für Ethik in der Medizin Leipzig e.V., Bd. 6, Aachen 2004, 78-86.
  • Menschenwürde aus theologischer Perspektive. Beitrag zur Podiumsdiskussion "Menschenwürde am Lebensanfang und am Lebensende" (Leipzig Juli 2003), in: O. Riha (Hg.), Ethische Probleme im ärztlichen Alltag III (Schriftenreihe des Institus für Ethik in der Medizin Leipzig e.V., Bd. 6), Aachen 2004, 119-121.
  • Der Mensch in der Geschichte des Erbarmens Gottes. Von Sünde und ihrer Vergebung, in: K. Grünwaldt (Hg.), Konfession: Evangelisch-lutherisch. Die lutherischen Bekenntnisschriften für Laien erklärt, Gütersloh 2004, 59-66.
  • Der Realismus der Barmherzigkeit in der Gesellschaft. Überlegungen zur theologischen Debatte um die Bioethik: ThLZ 130/2005, 727-740.
  • Überlegungen zur Gedenkfeier für die Verstorbenen der Anatomie in Leipzig, in: I. Mildenberger / W. Ratzmann (Hg.), Liturgie mit offenen Türen. Gottesdienst auf der Schwelle zwischen Kirche und Gesellschaft, Leipzig 2005.
  • Binding/Hoche und die heutige Diskussion um "Sterbehilfe". Theologische Überlegungen, in: O. Riha (Hg.), 'Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens'. Beiträge des Symposiums über Karl Binding und Alfred Hoche am 2. Dezember 2004 in Leipzig, Aachen 2005, 134-144 (Schriftenreihe des Institus für Ethik in der Medizin Leipzig; 7).
  • Zur Frage nach dem christlichen Menschenbild, in: E.-M. Becker / P. Pilhofer (Hg.), Biographie und Persönlichkeit des Paulus, Tübingen 2005, 347-365.
  • Grundaussagen des christlichen Glaubens. Vortrag am 3. November 2005 vor dem gemeinsamen Pastoralkolleg der Evangelisch-methodistischen Kirche und der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens in der Evangelischen Akademie Meißen, in: Amtsblatt der Evang.-Luth. Landeskirche Sachsens 2006 (Nr. 5/6).
  • Leben in Gottes Geschichte. Psalmen als Gebete des christlichen Glaubens, in: Erbe und Auftrag. Benediktinische Zeitschrift 82/2006, 164-174.
  • Amt und Ordination in der Kirche des Wortes. Überlegungen zum ökumenischen Gespräch aufgrund der kirchenamtlichen Verlautbarungen seit der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre, in: Theologie der Gegenwart 49/2006, 175-186.
  • Heimat und Fremde aus theologischer Perspektive, oder: Was heißt Weltlichkeit Gottes?, in: Erkenntnis und Glaube. Schriften der Evangelischen Forschungsakademie NF 36, hg. v. H.-J. Schmidt, Leipzig 2006, 23-43.
  • Jesus Christus als Mitte der Schrift. Auf dem Weg zu einer gesamtbiblischen Hermeneutik, in: K. Grünwaldt/U. Hahn (Hg.): Kreuzestheologie – kontrovers und erhellend. Volker Weymann zur Verabschiedung in den Ruhestand, Hannover 2007, 29-51.
  • Überlegungen zu Vorsehung und Behinderung, in: G. Lutz / V. Zippert (Hg.), Grenzen in einem weiten Raum. Theologie und Behinderung. Eine Publikation des „Konvents von behinderten SeelsorgerInnen, und BehindertenseelsorgererInnen e. V.“ (kbS) Leipzig, 2007, 89–98.
  • Heil durch Gewalt? Theologische Überlegungen zu Kreuz, Opfer und Sühne und ihrer philosophischen und feministischen Kritik. In: Béatrice Acklin Zimmermann, Franz Annen (Hg.), Versöhnt durch den Opfertod Christi? Die christliche Sühnopfertheologie auf der Anklagebank, Zürich 2009, 159–178.
  • Perfektionierte Gesundheit als Heil. Theologische Überlegungen zu Ganzheit, Heil und Heilung, WzM 61 (2009), 133–150.
  • Der Tod – Schicksal oder gnädige Grenze, in: B. Schwarz-Boenneke, Vom Leben mit dem Tod. Vorstellungen und Einstellungen zur Lebensgrenze. Akademietagung 30.- 31. Januar 2009, Erbacher Hof, Mainz, 97–121.
  • Vom Lebewort zur konkreten Theologie. Die Bedeutung von Luthers Schriftverständnis für Theologie und Verkündigung heute, in: J.von Lüpke/E. Thaidigsmann (Hg.), Denkraum Katechismus. Festgabe für Oswald Bayer zum 70. Geburtstag, Tübingen 2009, 451–471.
  • Heilung durch den Glauben? Gesundheit und Krankheit aus christlicher Sicht, Zeitschrift für Religions- und Weltanschauungsfragen, 72 (2009), 363–368 = Materialdienst der EZW 10, 2009.
  • Alter – Schicksal oder Gnade? Theologische Überlegungen zur Tyrannei des gelingenden Alters, in: Zeitschrift für Gerontologie und Ethik, 4, 2011, 253–263.
  • Leben und Sterben in Gottes Geschichte. Die Grenze des Lebens zwischen Widerfahrnis und Selbstbestimmung, in: Chr. Burbach/F. Heckmann (Hg.), Übergänge, Annäherungen an das eigene Sterben, Göttingen 2011, 177–187.
  • Die Konkretion der Spiritualität durch den christlichen Glauben – Ganzheit und Fragmentarität in Gottes Geschichte, in: N. Bolin/ M. Franz (Hg.) Im Klang der Wirklichkeit. Musik und Theologie, Leipzig 2011, 405–420.
  • Folgt das Schicksal einem Plan? Überlegungen zur konkreten Rede des christlichen Glaubens von der Vorsehung, in: Angelika Berlejung, Raik Heckl (Hg.), Ex oriente Lux. Studien zur Theologie des Alten Testaments. Festschrift für Rüdiger Lux zum 65. Geburtstag, Leipzig 2012.
  • Das christliche Menschenbild – ein Missverständnis oder Der Mensch – eine Geschichte im Kontext des Realismus der Barmherzigkeit, in: S. Almann, K. Berner, A. Grohmann (Hg.): Menschenbild(n)er – Bildung oder Schöpfung, Villigst Profile, Schriftenreihe des Evangelischen Studienwerks e. V. Villigst, hg. von K. Berner und F. Faß, Bd. 18, Berlin 2015, 30–40.
  • Geschenktes Leben – geschenkte Zeit. Möglichkeiten der Begleitung alter Menschen, in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Vol. 48, 8, 711-714

Predigtmeditationen

  • Predigtmeditation zu Jak 1,12-18, GPM 50/1995,131-137.
  • Predigtmeditation zu 1. Kor 2,1-10, GPM 54/1999,99-105.
  • Predigtmeditation zu Jes 52,7-10, GPM 52/2001, 25-31.
  • Predigtmeditation zu 2. Petr 3,(3-7)8-13, GPM 56/2002,499-504.
  • Predigtmeditation zu Mt 15,21-28, GPM 57/2003, 459-465.
  • Predigtmeditation zu 1. Kor 15,1-11 (Ostersonntag), GPM 58/2004, 243-250.
  • Predigtmeditation zu Lk 15,1-3.11-32 (3. S. n. Tr.), GPM 59/2005, 330-335.

Rezensionen:

  • Rezension zu Kreß, Hartmut, Menschenwürde im modernen Pluralismus, in: ThLZ 126/2001, 314f.
  • Rezension zu Schallenberg, Peter, Liebe und Subjektivität. Das Gelingen des Lebens im Schatten des 'amour pur' als Programm theologischer Ethik, in: ThLZ 130/2005, 562-564.
  • Rezension zu Bammel, Christina-Maria: Aufgetane Augen – Aufgedecktes Angesicht. Theologische Studien zur Scham im interdisziplinären Gespräch, Gütersloh 2005. In: ThLZ 132 (2007), 368-369.
  • Rezension zu: Bach, Ulrich: Ohne die Schwächsten ist die Kirche nicht ganz. Bausteine einer Theologie nach Hadamar, Neukirchen-Vluyn 2006, in: ThLZ 132 (2007), 1235-1237.
  • Rezension zu: Mühling, Markus: Grundinformationen Eschatologie. Systematische Theologie aus der Perspektive der Hoffnung, Göttingen 2007. UTB 2918, in: ThLZ 134 (2009), 122–124.
  • Kruse, A., Maio, G., u. J. Althammer: Humanität einer alternden Gesellschaft, ThLZ 141, 2016, 113f.

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Projekte

Eigene Projekte

  • Biblische Dogmatik
  • Theologische Anthropologie
  • Kritik der Persönlichkeitstheorien
  • Ethik in der Medizin
  • Menschenwürde am Lebensanfang und am Lebensende

Betreute Arbeiten

  • Religion und Gesellschaft bei Falk Wagner - Kathrin Mette
    Das Werk des protestantischen Theologen Falk Wagner (1939-1998), das zu einem großen Teil der Frage nach der Plausibilität der christlichen Religion unter den Bedingungen der modernen Gesellschaft gewidmet ist, hat aus verschiedenen Gründen noch nicht die ihm angemessene Diskussion innerhalb der protestantischen Theologie ausgelöst. Die Dissertation möchte durch die Darstellung zentraler Gehalte des Denkens von Falk Wagner u.a. einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass diesem Zustand Abhilfe geschaffen wird.
  • Die Frage nach der Verifikation des Glaubens. Untersuchungen zu Wilhelm Herrmann, Rudolf Bultmann und Eberhard Jüngel - Christoph Herbst
    Ob und wie christlicher Glaube und sein universaler Anspruch auch für Nichtglaubende zu verifizieren sind, oder wenigstens plausibel gemacht werden können, ist eine dringende Frage für die gegenwärtige systematisch-theologische Reflexion. Die Dissertation verfolgt die Absicht, die diesbezüglichen Überlegungen und Argumentationsstrategien dreier prominenter Vertreter der neueren deutschen evangelischen Theologiegeschichte, Wilhelm Herrmann (1846-1922), Rudolf Bultmann (1884-1976) und Eberhard Jüngel (*1934), kritisch zu untersuchen, sowie Leistungsfähigkeit und Grenzen ihrer Ansätze zu erörtern. Da es sich im Fall Herrmann-Bultmann um ein direktes, im Fall Bultmann-Jüngel um ein indirektes Schülerverhältnis handelt, ist die Rekonstruktion von Anknüpfung und Widerspruch in der Argumentation dabei von besonderem Interesse.
letzte Änderung: 10.03.2016